Das Erzbistum Rabaul
Papua Neuguinea
Das Erzbistum Rabaul in Papua-Neuguinea leitet Erzbischof Karl Hesse, der zu
unserer Gemeinschaft gehört, zusammen mit dem Weihbischof John Doanioel
SM.
Auf der Insel
New Britain, einer von
700 in Papua-Neuguinea, haben die
MSC viele Stationen
oder Gemeinden gegründet, die zum Teil 100 Jahre alt sind. Unter großen
Entbehrungen im tropischen Klima und oft von Malaria befallen führten
sie die eingeborene Bevölkerung mit Hilfe der Katechisten
zum katholischen Glauben. Sie wirkten als Seelsorger
und Ordensbrüder im handwerklichen Bereich, vermittelten
aber auch viele andere Fähigkeiten und halfen das
soziale Leben verbessern: Schlichtung von Streit und
Kriegen, Versöhnung, landwirtschaftliche und medizinische
Hilfen; schulische Ausbildung auf verschiedenem Niveau,
wissenschaftliche Erforschung der einheimischen Sprachen.
Mancher Pater hat die erste Grammatik herausgegeben.
Im Bemühen um Inkulturation führen sie einheimische
Elemente in Gottesdienste und Sakramentenfeiern ein
usw.. Durch viele Helfer aus Deutschland, Freunde
und Förderer, konnten sie auch finanziell enorme Hilfen
leisten.
Seit über 100 Jahren haben die
Mitglieder unserer Gemeinschaft mit den Missionsschwestern
vom Heiligsten Herzen Jesu/Hiltrup dort hervorragende Missionsarbeit
geleistet – trotz ungeheurer Opfer und Verluste
durch die beiden Weltkriege!
Heute gibt es zwei Bistümer mit einheimischen Priestern.
Die einheimischen
MSC
lösen immer mehr die ausländischen
ab und bilden seit 1989 eine eigene Provinz der Herz-Missionare
mit 130 Mitgliedern. Einige von ihnen wurden schon zu
Ortsbischöfen ernannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der
einheimische Katechet Peter To Rot von der japanischen
Besatzung ermordet, weil er als Seelsorger gegen das Verbot
der Besatzer tätig war und den deutschen Missionar
vertrat, der im
KZ saß.
Er ist ein Märtyrer für seinen Glauben und wurde von
Papst Johannes Paul II.
1995 selig gesprochen. Seine Wallfahrtskirche in Rakunai wurde von allen
18 Bistümern des Landes finanziert und ist heute Nationalheiligtum.
Als 1994 die Hafenstadt Rabaul durch Vulkanasche zum großen Teil
zerstört wurde, haben der Bischof und die Mitbrüder den
Menschen sehr geholfen, indem sie Grund und Boden zur
Miete anboten oder verkauften. Auch viele ehemalige
Gebäude der Mission konnten umgewidmet werden.
Der Bischofssitz wurde von Rabaul nach Vunapope verlegt.
Dort leben einige deutsche Mitbrüder im
MSC-
Centre,
das später den einheimischen
MSC übergeben
wird.
Aktuelle Zahlen
Das Erzbistum Rabaul umfasst aktuell 31 Pfarreien mit insgesamt 138.000 Katholiken.
43 Priester und 130 Katechisten arbeiten im Erzbistum. 60 Priesteramtskandidaten
bereiten sich hier auf ihre Weihe vor.
Neue Bischofsernennungen
Neuer Weihbischof für Rabaul
Am 6. Dezember 2007 hat Papst Benedikt XVI.
den
Maristenpater John Doaninoel SM
zum neuen Weihbischof des Erzbistums Rabaul ernannt.
Geboren am 1. März 1950 auf der Insel Bougainville, machte er die
Ordensgelübde 1975. Nach dem Theologiestudium in Bomana empfing er
am 20. Dezember 1980 die Priesterweihe. 1981 bis 1988 war er Seelsorger auf
Bougainville. Im Bürgerkrieg (1989 bis 1999) war er Superior der Maristen
und „Gefangener“ der Revolutionsarmee in Arawa. Nach der Befreiung
studierte er in Australien und Irland. Von 1997 bis 2004 wirkte er als Superior
und Rektor am Bomana-Seminar. Danach wurde er erneut Ordensoberer auf der
zerstörten Insel Bougainville mit Sitz in Hahela, Buka.
Neue Bischöfe von Kerema, Bereina und Port Moresby
Weihbischof Patrick Taval MSC
war acht Jahre tätig im Erzbistum Rabaul als Weihbischof, Generalvikar,
Koordinator der seelsorglichen Aufgaben usw..
Am 6. Dezember 2007 hat ihn der Papst zum Koadjutorbischof mit dem Recht der Nachfolge
für das Bistum Kerema ernannt. Ert wird bald den Mitbruder Bischof Paul Marx
MSCablösen, der aus
Gesundheitsgründen auf das Bischofsamt verzichten muss.
Er löst dort seinen Mitbruder
Rochus Tatamai MSC
ab. Dieser ist vom Papst am 29. Dezember 2007 zum Ortsbischof von Bereina ernannt
worden. Seine Einführung in den neuen pastoralen Dienst findet am
30. Januar 2008 in der Kathedrale von Bereina statt.
Dort löst er wiederum den Mitbruder
Bischof John Ribat MSC
ab. Diesen hat Papst Benedikt XVI. zum
Koadjutorbischof mit dem Recht der Nachfolge für das Erzbistum Port Moresby
in der Landeshauptstadt ernannt.
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